ResearchPad - übersichten https://www.researchpad.co Default RSS Feed en-us © 2020 Newgen KnowledgeWorks <![CDATA[Chirurgie in der SARS-CoV-2-Pandemie]]> https://www.researchpad.co/article/elastic_article_16979 Im Februar 2020 wurde auch Deutschland von der SARS-CoV-2-Pandemie betroffen. Auch SARS-CoV-2-Infizierte bzw. COVID-19-Erkrankte benötigen operative Maßnahmen. Es existieren derzeit keine einheitlichen Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen im Rahmen der operativen Versorgung.MethodeDie Task-Force COVID-19 der Sektion Notfall‑, Intensiv- und Schwerverletztenversorgung der Deutschen Gesellschaft Unfallchirurgie (DGU e. V.). hat daher auf Konsensbasis Empfehlungen zur operativen Versorgung von Patienten mit SARS-CoV-2-Infektionen entwickelt. Auf Umsetzbarkeit in Kliniken aller Versorgungsstufen wurde großen Wert gelegt.ErgebnisDie Indikation zur Operation bei COVID-19-Patienten ist sehr streng zu stellen. Wenn indiziert, sollen diese Eingriffe ohne Schleusen idealerweise im getrennten OP-Trakt erfolgen. Für die Eingriffe in der Unfallchirurgie sollte die Schutzausrüstung aus FFP-2-Maske und Visier sowie doppelten Handschuhen bestehen. Die gleiche Schutzausrüstung sollte generell im Schockraum getragen werden. Operationsteams sollten möglichst trainiert im Umgang mit der Schutzausrüstung sein, und unnötige Personalwechsel sollten unterbleiben.SchlussfolgerungDie Empfehlungen sind prinzipiell für alle operativen Fachgebiete einsetzbar und stellen einen Kompromiss zwischen bestmöglicher Sicherheit für medizinisches Personal und Praktikabilität im Krankenhaus dar. ]]> <![CDATA[Empfehlungen zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona-Pandemie aus palliativmedizinischer Perspektive]]> https://www.researchpad.co/article/elastic_article_16860 Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Einschränkungen und Verbote sorgen für psychische, soziale und spirituelle Belastungen bei Patient*innen mit COVID-19, ihren Zugehörigen und den behandelnden Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Patient*innen mit COVID-19 dürfen nicht von ihren Zugehörigen besucht werden, in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten generelle Besuchsverbote. Viele Unterstützungsangebote sind verringert oder ganz eingestellt worden. Bei anderen Patient*innen mit sehr kritischen und/oder lebenslimitierenden Erkrankungen werden notwendige Behandlungsmaßnahmen aufgeschoben, weil die Ressourcen im Krankenhaus für an COVID-19 Erkrankte freigehalten werden. Diese Menschen bedürfen jedoch des Gefühls der sozialen Verbundenheit mit ihren Zugehörigen. Für Palliativpatienten sollten Ausnahmen von Besuchsverboten ermöglicht werden. Besuche bei Sterbenden sind mit entsprechenden Schutzmaßnahmen auch auf Isolier- oder Intensivstationen möglich. Für isolierte Patient*innen sollten alternative Möglichkeiten überprüft werden, zum Beispiel via Videotelefonie oder über soziale Medien. Nach dem Versterben sollte den Angehörigen unter ausreichenden Schutzmaßnahmen ein Abschiednehmen ermöglicht oder alternative reale oder virtuelle Wege zum Erinnern und Gedenken angeboten werden. Die Mitarbeitenden in den Behandlungsteams sollten kontinuierlich in der Bewältigung der besonderen Belastungen unterstützt werden. Dazu ist neben klaren Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen, Kommunikationsschulungen und psychosozialer Unterstützung vor allem die Bereitstellung der bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Arbeit erforderlich.

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<![CDATA[Psychopharmakotherapie in Zeiten der COVID-19-Pandemie]]> https://www.researchpad.co/article/elastic_article_16854 Im Rahmen der aktuellen coronavirus disease 2019(COVID-19)-Pandemie müssen sich viele Bereiche der Medizin umstrukturieren. Dies betrifft auch die Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen. Die Therapie psychischer Erkrankungen umfasst psychotherapeutische und psychopharmakologische Interventionen. Letztere können mit einer Vielzahl an unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) assoziiert sein, stellen aber in der aktuellen Situation mit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen die präferierte Therapieoption dar. Da der direkte Patientenkontakt zugunsten des Telefonats oder der Videokonferenz reduziert ist, müssen angepasste diagnostische und therapeutische Optionen gefunden werden, um eine ausreichende Patientensicherheit zu gewährleisten. Bedeutend sind hierbei die ausführliche Aufklärung der Patienten sowie eine aktive Abfrage von Symptomen zur rechtzeitigen Erkennung von UAW. Unter der Behandlung mit Psychopharmaka sind UAW zu befürchten, die besonders ungünstig sind, wenn sie im Rahmen einer akuten Infektion auftreten oder ein erhöhtes Infektionsrisiko begünstigen. Hierzu gehören Atemdepression, Agranulozytose, Intoxikation durch Hemmung des Arzneistoffmetabolismus und venöse Thromboembolien, die jeweils mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen einhergehen. Gleichzeitig sollte auf eine ausreichende Wirksamkeit der Medikation geachtet werden, da die gegenwärtige Krise zu einer Exazerbation vorbestehender psychischer Erkrankungen führen bzw. deren Erstmanifestation begünstigen kann.

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<![CDATA[Meldepflichten für Infektionskrankheiten und Infektionserreger in Deutschland: Entwicklung und Verbesserungsvorschläge]]> https://www.researchpad.co/article/elastic_article_8165 Mit Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Jahr 2001 wurden die Meldepflichten für Infektionskrankheiten und Infektionserreger auf eine neue Basis gestellt. Erstmals wurde zwischen einer Arztmeldepflicht für Infektionskrankheiten und einer Labormeldepflicht für Infektionserreger unterschieden. Ziel war es, durch die Labormeldepflicht Ärzte zu entlasten und dadurch die Meldemoral zu verbessern. Seither ist eine Vielzahl neuer Meldepflichten hinzugekommen.

Ziele dieser Arbeit sind es, die Meldepflichten und die Anzahl der gemeldeten Fälle in Deutschland anhand ihrer Entwicklung darzulegen und zu diskutieren – auch vor dem Hintergrund der vorherigen Regelungen in Deutschland (Bundesseuchengesetz) sowie internationaler und europaweiter Empfehlungen (IHR; EU-Kommissions-Beschlüsse 1999, 2018) – und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Angesichts der erheblichen Zunahme der Meldepflichten und der Meldungen in den letzten Jahren sowie der Möglichkeiten des IfSG, das neben der Meldepflicht weitere Surveillance-Systeme vorsieht, sollte das Meldewesen auf notwendige Meldepflichten fokussiert werden. Die vorgeschlagene Abschaffung der Meldepflicht für Nachweise von Noroviren und Rotaviren könnte in einem ersten Schritt sowohl die Meldenden als auch die Gesundheitsämter entlasten und so ein effizienteres Meldewesen und eine intensivere und bessere Ermittlungsarbeit der Gesundheitsämter ermöglichen.

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<![CDATA[Management der saisonalen Influenza 2017/2018: Erfahrungen an einem deutschen Universitätsklinikum]]> https://www.researchpad.co/article/N6ab6f12c-4d63-470e-88f7-6e092ab2e349

Zusammenfassung

Hintergrund

Es gibt nur wenige strukturierte klinische Erfahrungsberichte zum stationären Management einer saisonalen Influenzaepidemie.

Ziel

Die systematische Beschreibung eines Patientenkollektivs mit saisonaler Influenza an einem Universitätsklinikum zur Verbesserung von Risikostratifikation und klinischer Versorgung.

Methode

In der vorliegenden monozentrischen, retrospektiven Observationsstudie der Influenzasaison 2017/2018 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurden Patienten mit nachgewiesener Influenzainfektion erfasst.

Ergebnisse

24 % (n = 162/676) der Influenzaabstriche in der Notaufnahme waren positiv. Insgesamt wurde bei 255 Patienten (Median 66 Jahre) eine Influenzainfektion nachgewiesen (Influenza A: n = 79, Influenza B: n = 176); davon waren 27 (15,3 %) nosokomiale Infektionen. 179 (70,2 %) Patienten wurden stationär, davon 51 (20 %) intensivmedizinisch behandelt. Patienten mit Intensivaufenthalt hatten zum Zeitpunkt der Influenzadiagnose einen erhöhten CRP-Wert (69,5 mg/dl [SD 62,8] vs. 141,7 [SD 127,2] mg/dl) und häufiger Infiltrate im Röntgen/CT des Thorax (n = 43 [33,6 %] vs. n = 43 [84,3 %]). Eine antivirale Therapie mit Oseltamivir wurde bei 74 (29,0 %) Patienten durchgeführt. 11 (6,1 %) Patienten wurden mit extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) behandelt. 23 (9,0 %) Patienten verstarben. Nur 4 der Verstorbenen waren (trivalent) geimpft und waren mit Influenza B infiziert.

Diskussion

Die strukturierte Nutzung von diagnostischen Tests (Influenza-PCR, Röntgen/CT-Thorax und CRP-Wert), antiviraler Therapie (Oseltamivir), gezieltem Management der Aufnahme- bzw. der intensivmedizinischen Kapazitäten sowie die Erhöhung der Impfquoten sind wichtig zur Verbesserung der Patientenversorgung und der Ressourcennutzung während saisonaler Grippeepidemien.

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (10.1007/s00103-019-02976-0) enthalten.

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<![CDATA[Bronchoalveolar lavage proteins]]> https://www.researchpad.co/article/Ndac79b62-5032-4076-88ee-31dc7dbe4758

Summary

Since the discovery of the extra-cellular lining material of the lung and the possibility harvesting this source by endobronchial lavage this material has been the object of many studies directed to analyze its components, function and possible change in the diseased lung.

The best known component of the extra-cellular lining material is the phospholipid and its fatty acid composition. But also on the cellular material much emphasis has been taken with the aim using its cytology as diagnostic parameter. However, very few informations were obtained about the protein material also washed out during the endobronchial lavage.

As it was demonstrated by immunological methods the proteins of the extra-cellular lining material consist of serum identical proteins and those being obviously specific for the lung tissue. As found, most serum identical proteins occure in the same amounts as found in the blood serum, and the molecular weight in general range up to 160,000 daltons indicating that there must be a restriction in passage of high molecular weight proteins through the lumen walls of the endothelium. Some proteins, IgG, IgA, do occure in a higher level in the extra-cellular lining material leading to the suggestion that these proteins were synthesized and secreted by the lung tissue itself. — The molecular weight of the lung specific proteins range from 16,000–340,000 daltons. Under reducing conditions however, for all species listed, two classes of subunits −36,000 and 12,000 daltons — result, indicating that these proteins might have comparable functions in the different species. The exact function of these specific proteins as well as the serum identical proteins till now is not known. One can only speculate that the serum identical proteins will have the same function in plasma and the lung, and that the specific proteins are involved in the formation in the surfactant system. Different amounts of lung specific proteins in lavage of disease lungs suggest that their estimation might be an additional useful parameter in diagnosis of lung diseases.

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<![CDATA[Das akut-auf-chronische Leberversagen als diagnostische und therapeutische Herausforderung der Intensivmedizin]]> https://www.researchpad.co/article/N4d138789-0077-4dc8-a139-f34d78c3374c

Zusammenfassung

Das akut-auf-chronische Leberversagen („acute-on-chronic liver failure“, ACLF) ist ein emergentes Krankheitssyndrom, das durch einen oder mehrere akute Trigger bei vorgeschädigter Leber ausgelöst wird und vom progressiven hepatalen und nichthepatalen Organversagen, einem gravierenden Risiko infektiöser Komplikationen sowie hoher kurzfristiger Letalität gekennzeichnet ist. Wenngleich pathophysiologisch noch weitgehend unverstanden erfordert das ACLF frühzeitige diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die sich auf zugrunde liegende Ursachen sowie das Verhindern von Komplikationen richten, um die Prognose betroffener Patienten zu verbessern.

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<![CDATA[Intensivmedizinische Probleme des hämatoonkologischen Patienten]]> https://www.researchpad.co/article/N314090da-cfd9-4b95-b0a9-980cccb26c51

Zusammenfassung

Die Lebenserwartung und Prävalenz von Krebserkrankungen steigt stetig an, was unweigerlich zu einer Zunahme an kritisch erkrankten Krebspatienten führt. Dieser Beitrag erläutert, warum es in den letzten Jahrzehnten zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose von intensivmedizinisch behandelten Krebspatienten kam, welche Gründe am häufigsten zur Aufnahme führen und welche Risikofaktoren sich auf die Mortalität auswirken. Ferner wird die Wichtigkeit einer adäquaten Patientenselektion besprochen sowie auf weitere Spezifika eingegangen. So bringt z. B. das akute respiratorische Versagen als weitaus häufigste Organdysfunktion in dieser Patientengruppe sowohl prognostisch, diagnostisch als auch therapeutisch etliche wichtige Besonderheiten mit sich. Die erfolgreiche Versorgung von Krebspatienten auf einer Intensivstation (ICU) setzt ein spezifisches Wissen der Intensivmediziner und eine gute Zusammenarbeit mit den behandelnden Hämatologen und Onkologen voraus.

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<![CDATA[Akutes Leberversagen]]> https://www.researchpad.co/article/N3c8afb02-f5b6-481b-a582-cb2a5aa75d1f

Zusammenfassung

Das akute Leberversagen (ALV) ist ein seltenes, aber lebensbedrohliches Zustandsbild. Charakteristisch ist das rasche Auftreten eines schweren Leberschadens mit hepatozellulärer Nekrose und eingeschränkter Leberfunktion. Bei weiterhin hoher Mortalität ist ein frühzeitiges Erkennen und Einleiten einer ursachenspezifischen unterstützenden sowie v. a. intensivmedizinischen symptomatischen Therapie essenziell. Durch Fortschritte im Bereich der intensivmedizinischen Behandlung von Patienten mit akutem Leberversagen sowie der Lebertransplantation konnte das Überleben deutlich verbessert werden.

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<![CDATA[Die „künstliche Niere“]]> https://www.researchpad.co/article/Nf2559fea-2977-4966-8adf-1d94efc83e0c

Schlußbemerkung

Mit der künstlichen Niere wurde die moderne Medizin mit einem Apparat bereichert, „which might tide over a dangerous crisis“ (Abel). Sie kann jedoch keinesfalls als vollwertiger Ersatz für ein menschliches Organ angesehen werden. Obwohl die Möglichkeiten der künstlichen Niere sowie auch ihre Grenzen allgemein bekannt sind, blieben viele Gebiete ihrer Anwendung unerforscht. Hier bietet sie ein lohnendes Betätigungsfeld für den klinischen Wissenschaftler. Erfahrungen in der gesamten Welt, besonders in Amerika, Schweden und Frankreich haben den hohen Wert der „künstlichen Niere“ in der modernen Therapie bestätigt. Ihre Anwendung ist für viele Menschen lebensrettend. Ihre Entwicklung läßt das Problem besonders der akuten Niereninsuffizienz in einem neuen, hoffnungsvolleren Licht erscheinen.

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<![CDATA[Aktueller Stand der Lungentransplantation]]> https://www.researchpad.co/article/N374c5e58-08a8-4550-ace4-0b2e8dbbb1f8

Zusammenfassung

Die Lungentransplantation ist eine akzeptierte Behandlungsmethode für ausgewählte Patienten mit Lungenerkrankungen im Endstadium. Durch die Transplantation können die Überlebenszeit und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Sowohl pulmonale als auch nichtpulmonale Komplikationen beeinträchtigen die Kurz- und die Langzeitergebnisse. Entscheidend bei der Therapie dieser Komplikationen sind das frühzeitige Erkennen und die schnelle Behandlung zur Verhinderung von sekundären Folgekomplikationen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die häufigsten Probleme der Lungentransplantation, die im peri- und postoperativen Verlauf auftreten können.

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