ResearchPad - originalarbeit https://www.researchpad.co Default RSS Feed en-us © 2020 Newgen KnowledgeWorks <![CDATA[No way out? Intention zur Einhaltung von Corona-Ausgangsbeschränkungen im Kontext einer „extended theory of reasoned action“]]> https://www.researchpad.co/article/elastic_article_10662 In der COVID-19-Pandemie war es im März 2020 nötig, deutschlandweit mehrwöchige sog. Ausgangsbeschränkungen zu erlassen. Diese bedeuten massive Einschränkungen der Bevölkerung.Ziel der ArbeitEs soll untersucht werden, ob die „theory of reasoned action“ (TORA) geeignet ist, die Intention, sich an Ausgangsbeschränkungen zu halten, zu erklären und ob die Sanktionsantizipation die Intention beeinflusst: 1) Ist die TORA für die Erklärung der Intention, verordnete Ausgangsbeschränkungen einzuhalten, geeignet? 2) Beeinflusst eine Erweiterung der TORA um die Variable Sanktionsantizipation die Intention, sich an verordnete Ausgangsbeschränkungen zu halten?MethodenMittels einer Online-Umfrage wurden die Intention, Einstellungen und subjektive Norm zur Einhaltung von Ausgangsbeschränkungen sowie die Sanktionsantizipation bei Nichteinhalten mittels einer Rating Scale (1–7) ermittelt. Multiple lineare und hierarchische Regressionen wurden zur Klärung der Forschungsfragen erstellt.ErgebnisseDie Auswertung von 1269 Datensätzen ergab, dass die Intention, die Ausgangsbeschränkungen zu befolgen, mit einem Mittelwert (MW) von 6,24 und einer Standardabweichung (SD) von 1,2, hoch ist und durch die Einstellungen und subjektive Norm zu 67 % erklärt werden kann (p < 0,001). Ein Einfluss durch Sanktionsantizipation besteht nicht (∆R2 = 0,002).DiskussionDie TORA eignet sich zur Erklärung der Intention, sich an Ausgangsbeschränkungen zu halten. Politische Entscheidungsträger sollten bei Ansprachen und anderen Maßnahmen zur Erhöhung der Compliance auf das Androhen von Sanktionen verzichten und den Sinn und Nutzen der Maßnahmen (auch für das eigene soziale Umfeld) betonen, um positiv auf die Intention einzuwirken. ]]> <![CDATA[Risikofaktoren für die Pneumonieentwicklung beim mehrfachverletzten Patienten ]]> https://www.researchpad.co/article/Nd37d27c3-0196-46d6-bee3-e3ae3c5eea6d

Zusammenfassung

Die Pneumonie ist die häufigste infektiöse Komplikation beim mehrfachverletzten Patienten. In einer prospektiven klinischen Kohortenstudie wurden 266 polytraumatisierte Patienten hinsichtlich ihrer posttraumatischen Pneumonieentwicklung untersucht. Verschiedene Risikofaktoren wurden univariat und multivariat analysiert.Dabei wurden drei unterschiedliche Pneumoniedefinitionen verwendet, um die Abhängigkeit der Ergebnisse von der jeweiligen Definition zu überprüfen. Die Inzidenz von Pneumonien (primär 41%) variierte je nach Definition zwischen 30 und 50%.Verletzungen von Thorax, Schädel und Abdomen waren mit einem signifikant erhöhtem Risiko einer Pneumonie assoziiert (adjustierte relative Risiken: 1,77, 1,97 bzw. 1,52). Ein höheres Lebensalter erhöhte ebenfalls signifikant das Pneumonierisiko.Obwohl sich in der Hauptanalyse ein erhöhtes Pneumonierisiko männlicher Patienten fand (relatives Risiko 2,23;95%-Konfidenzintervall 1,43–3,05), ließ sich dieses Ergebnis bei Verwendung anderer Pneumoniedefinitionen nicht sicher reproduzieren.Schwere Verletzungen des Körperstamms und Kopfes sowie das Alter des Patienten sind sichere Risikofaktoren für eine posttraumatische Pneumonie.Der Zusammenhang zwischen männlichem Geschlecht und infektiösen Komplikationen blieb fraglich.

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<![CDATA[Zelluläre Pathophysiologie der pulmonalen Hypertonie]]> https://www.researchpad.co/article/Ne3bd5972-1898-46a6-bb24-f68323f18033

Zusammenfassung

Die pulmonale Hypertonie umfasst eine Gruppe von Erkrankungen heterogener Ätiologie, die mit einem Anstieg des hydrostatischen Druckes in der Lungenstrombahn einhergehen. Während sich die sekundäre pulmonale Hypertonie zumeist als direkte Folge eines akuten oder chronischen linksventrikulären Pumpversagens entwickelt, resultieren die primären Formen häufig aus charakteristischen Gendefekten oder typischen Auslösemechanismen. Trotz ihrer unterschiedlichen Pathogenese weisen jedoch die verschiedenen Formen der pulmonalen Hypertonie ähnliche pathophysiologische Veränderungen und zelluläre Reaktionsmuster in der pulmonalen Mikrozirkulation auf.    Die Dysfunktion der pulmonalvaskulären Endothelzellen, die den hämodynamischen Veränderungen unmittelbar exponiert sind, ist die treibende Kraft des pathophysiologischen Geschehens. Die endotheliale Dysfunktion bewirkt durch eine verminderte Freisetzung vasodilatierender, anti-proliferativer Mediatoren bei gleichzeitig vermehrter Produktion vasokonstriktiver, proliferativer Substanzen nicht nur eine zunehmende pulmonale Vasokonstriktion, sondern unterstützt auch die pathologischen Umbauprozesse in Gefäßintima und -media. Darüber hinaus trägt das pulmonale Endothel durch die Rekrutierung von Thrombozyten und Leukozyten wesentlich zur Freisetzung zusätzlicher vasokonstriktiver, proliferativer Faktoren und zur Bildung charakteristischer Gefäßthromben bei. Diese endothelial initiierten Pathomechanismen verstärken sich zudem wechselseitig, führen zu einem weiteren Anstieg des pulmonalen Strömungswiderstandes und fixieren schließlich die pulmonale Hypertonie.    Die pulmonale Hypertonie beschreibt folglich nicht nur eine Änderung der Lungenhämodynamik, sondern umfasst ein komplexes zelluläres Geschehen, an dem parenchymatöses Lungengewebe und korpuskuläre Blutbestandteile gleicherweise beteiligt sind. Bei der Entwicklung neuer Therapiekonzepte ist dieser multifaktorielle Charakter der Erkrankung zu berücksichtigen.

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<![CDATA[Using Small-scale Blast Tests and Numerical Modelling to Trace the Origin of Fines Generated in Blasting]]> https://www.researchpad.co/article/5c961186d5eed0c4847d4cc5

Waste fines from rock breakage often negatively influence economics and environment. The Austrian Science Fund (FWF) sponsors a project to investigate the cause of the fines by studying blast fragmentation throughout small-scale blast tests and numerical simulations. The tests include blast-loading confined granite and mortar cylinders by detonating cord with 6, 12, and 20 g/m of PETN. The blast-driven dynamic cracking at the end face of the cylinder opposite to the initiation point is filmed with a high-speed camera. The filming is followed up by an analysis of surface and internal crack systems and sieving of the blasted cylinders to quantify the amount of fine material created. The numerical simulations cover the blast fragmentation of a mortar cylinder. These simulations use Finite and Discrete Element Methods (FEM, DEM) with explicit time integration. The model cylinders are loaded by a pressure evolution acting on the borehole wall. Both methods produce realistic crack patterns, consisting of through-going radial cracks with crack intersections around a crushed zone at the borehole. Furthermore, the DEM models have also yielded realistic fragment size distributions (FSD). The paper covers the present progress of the ongoing project and related future work.

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<![CDATA[Transparenz, Teilhabe und introjektive Identifizierung]]> https://www.researchpad.co/article/N5ef11035-78ca-4bbc-ad6d-4138646118c5

In diesem Beitrag wird eine reflektierte Offenheit des Analytikers als zentrale Haltung zur Förderung des psychoanalytisch-psychotherapeutischen Prozesses beschrieben. Austausch und Reflexion werden wesentlich erleichtert. Transparent vorgehende Psychoanalytiker und Psychotherapeuten fördern damit die Teilhabe ihrer Analysanden/Patienten an der analytischen Arbeit. Dadurch lassen sich in der Kindheit entstandene pathogene introjektive Identifizierungen erkennen und auflösen. Die Arbeit stellt nach einer Klärung der Begriffe „Transparenz“ und „Teilhabe“ und ihres theoretischen Hintergrunds in einem Fallbeispiel die typische, mit introjektiver Identifizierung verbundene Interaktion in ihrem Ablauf und der jeweiligen inneren Dramaturgie der Beteiligten dar. Der Vorgang der introjektiven Identifizierung überbrückt in der analytischen Situation die Kluft zwischen unbewussten Themen im Analysanden und im Analytiker: Zunächst unbewusste Bilder und Vorstellungen können über einen fruchtbaren Klärungsprozess der Analyse zugänglich gemacht, ihr Entstehungsort und ihre Entstehungsdynamik geklärt werden. Transparenz und Teilhabe sind wertvolle technische Mittel, um den unbewussten Teil von introjektiven Identifizierungen in all seinen Verästelungen zu entdecken und zu verstehen.

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<![CDATA[Transanal Tube as a Means of Prevention of Anastomotic Leakage after Rectal Cancer Surgery]]> https://www.researchpad.co/article/5bc4bd1240307c3d1c4828b1

Background

Anastomotic leaks after low anterior resection for rectal cancer remain the most feared complication. The aim of our study was to investigate whether the use of a transanal tube could reduce the leakage rate after this surgical procedure.

Methods

This is a retrospective analysis of a single-institution experience. The study includes 66 patients who underwent low anterior resection for rectal cancer without stoma creation between January 2008 and June 2013. Patients were divided into two groups, i.e. those with a transanal drainage tube (TT; n = 9) and those without tube (NTT; n = 57), and evaluated for clinically evident anastomotic leakage and postoperative complications.

Results

The postoperative anastomotic leakage appeared in 5 patients (9%) in the NTT group while no single case was observed within the TT group. Despite the disadvantageous background in the TT group (a transanal stent was used in the most high-risk patients), these patients had no postoperative complications. In the NTT group, 23% had some kind of postoperative complications, and 5% died. The difference between the two groups is not significant.

Conclusions

Our study showed that the use of a transanal tube in low anterior resection for rectal cancer could potentially be a simple and effective method of reducing anastomotic leakage. In order to prove our observations, larger prospective randomized studies should be performed.

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